Funktionsbeschreibung
Topinambur (24 kB)
Wirkung von Topinambur auf Mensch und Tier (15 kB)
Rezepte mit Topinambur (40 kB)

Topinambur - in Deutschland von Kennern auch Erdartischocke oder Erdbirne genannt - zählt zu den außer gewöhnlichsten Knollenfrüchten überhaupt. Die Knollen dieser indianischen Kulturpflanze enthalten nicht - wie beispielsweise die Kartoffel Stärke oder wie die Rübe Zucker als Speicherstoff, sondern in hohem Maße Inulin.
Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, der nicht am Zuckerstoffwechsel teilnimmt. Es führt dem Körper nur 1/4 der Energie vergleichbarer Kohlehydrate (Zucker, Stärke) zu. Inulin wird je nach Verwendungszweck bis zu 85% zu Fruchtzucker und der Rest zu Traubenzucker umgewandelt. Fruchtzucker (Fructose) zeichnet sich wiederum durch hohe Süßkraft aus, die dem Körper Energie zuführt, aber den Zuckerstoffwechsel (Insulinhaushalt) nicht belastet. Immer mehr Diabetiker vertrauen deshalb der therapeutischen Wirkung von Topinambur. Wegen seiner feinen Süße ist Topinambur bestens geeignet erprobte Lebensmittel der unterschiedlichsten Art noch wertvoller zu machen. Überall dort, wo Stärke oder Glucose nicht vertragen wird oder eingespart werden soll, bietet sich Topinambur als überlegene Alternative an. Topinambur entspricht damit in idealer Weise der genußorientierten Lebensart bewußt lebender Menschen.
Aufgrund seinen einzigartigen honigähnlichen Kohlenhydratkombination verbindet Topinambur geringe Kalorienwerte mit leichter Verdaulichkeit. Der hohe Fructoseanteil und das ganz eigene Geschmacksprofil sorgen dafür, daß dieses "Light-Produkt" insbesondere den Geschmack saurer Produkte intensiviert und veredelt. Die mittlere Zusammensetzung ausgewählter löslicher Stoffe von Topinambur stellt sich wie folgt dar:
| Kohlenhydrate | % |
| Inulin | 14,00 |
| Fructose | 0,70 |
| Glucose | 0,10 |
| Mineralstoffe | mg/100g |
| Kalium | 634,00 |
| Calcium | 23,00 |
| Eisen | 1,00 |
| Magnesium | 17,00 |
| Phosphor | 65,00 |
| Vitamine | mg/100g |
| Provitamin A | 0,01 |
| B1 | 0,03 |
| B2 | 1,00 |
Topinambur (Helianthus tuberosus) gehört als Sonnenblumengewächs zu der Familie der Korbblütler. Die Pflanze stammt aus Amerika. Der Name leitet sich von dem Indianerstamm der Tupinambá ab, Der hohe Mineralstoffgehalt gibt den rohen wie gedünsteten Knollen einen delikaten artischokenähnlichen Geschmack. Auf diese Weise läßt sich die englische Bezeichnung für Topinambur - Jerusalem Artischocke - nachvollziehen. Dies erklärt auch ihren historisch verbrieften Siegeszug als Delikatesse an europäischen Höfen und heute in der gesunden Küche moderner Haushalte.
Nach Jahren wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung verfügt Lienig heute über neuartige und zum Teil zu Patenten angemeldete Verarbeitungsverfahren, die speziell für Topinambur entwickelt wurden. Diese Verfahren sind bahnbrechend und beispiellos. Sie stellen sicher, dass Ballaststoffe und Süße von Topinambur mittels biologischer Verfahren optimal auf die verschiedensten Lebensmittel - wie in Fruchtsäfte, Fruchtzubereitungen, Feinkost, Nährmittel, Backwaren - abgestimmt werden. Das Kombinationsergebnis: Eine neue Generation von Nahrungsmitteln, die begeistern. Sowohl geschmacklich als auch ernährungsphysiologisch gelten z.B. die neuen Mischgetränke - saure Fruchtsäfte mit Topinambur - schon heute als gelungene Innovationen. Mit dem unschätzbaren Vorzug des "schlanken" Trendprodukts: Ohne Zusatz von Zucker oder Süßstoffen - nur mit Hilfe naturgegebener oder schonender biologisch/physikalischer Verarbeitungsverfahren.
Der charakteristisch hohe Mineralstoffgehalt zählt zu den wesentlichen Qualitätsmerkmalen von Topinamburerzeugnissen und beeinflußt das Geschmacksbild positiv. Gerade in Verbindung mit Backwaren und bestimmten Gemüsesäften ist es eine Alternative zu natriumreicher Kost, ein ernährungsphysiologischer Gewinn.
Das Spektrum wertvoller Inhaltstoffe (z.B. der hohe Anteil von Inulin, biologisch gebundenem Kalium und Spurenelementen), das eigene Geschmacks-Potenzial. die gesundheitliche Bedeutung der Frucht sowie die neuen, exklusiv für Lienig entwickelten Verarbeitungsverfahren sind - jedes für sich - gewichtige Argumente. Das gleichzeitige Antreffen sich ergänzender Vorzüge stellt selbst für Lebensmittel - Technologen einen überraschenden Effekt dar. Der Einsatz von Topinambur als natürliche Süße liegt "voll im Trend".Der Nahrungsmittelindustrie ist es vorbehalten, die Erwartungshaltung moderner Konsumenten aufzugreifen und in handfeste Markterfolge zu verwandeln.